00:00:01: Was wäre, wenn eine Schule nicht noch ein neues Konzept einführt?
00:00:07: Sondern ganz bewusst damit beginnt Dinge wegzulassen.
00:00:10: Zu verändern oder einfacher zu machen!
00:00:13: Klingt
00:00:14: verrückt?!
00:00:15: Naja genau diesen Weg geht die Grundschule Ramspaar seit dem Schuljahr, im Gespräch hier bei mir.
00:00:23: im Podcast erzählen Direktorin Claudia Müller und die Konrektorin Marianne Haagasser wie sie gemeinsam mit ihrem Kollegium den Arbeitsaufwand für die Unterrichtsvorbereitung reduziert haben.
00:00:36: Wie das konkret funktioniert und wie Sie dadurch mehr Zeit und Energie für die Kinder gewonnen haben, das hörst du in dieser Folge.
00:00:54: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Die kleine Pause – deinem Podcast für mehr Wohlbefinden im Schulalltag!
00:01:02: Mein Name ist Martina Schmitt.
00:01:04: Ich bin nach twenty-fünf Jahren als Lehrerin heute selbstständig, als Coaching für Burnoutprävention und ich freue mich sehr dass du hier zuhörst denn ich wünsche mir das durch diesen Podcast dein Schulalltag ein kleines bisschen leichter wird!
00:01:19: Und dazu habe ich heute ein Praxisbeispiel für dich Das zeigt wie Entlastung funktionieren kann Wie Du Zeit und Arbeit einspaßt ohne dabei Abstriche zu machen bei der Unterrichtskwalität.
00:01:33: Wir hüpfen direkt rein in das Interview!
00:01:37: Ich wünsche dir viel Freude beim Zuhören und dass du jede Menge gute und praxisnahe Anregungen für dich mitnehmen kannst.
00:01:47: Neulich hatte ich hier im Podcast zu Gast die Barbara Gottschling, und mit der habe ich über die Implementierung gesprochen – sie hat ihr Buch vorgestellt, Barbara Gottschling hat also erst mal dieses Theoriekonzept der Deimplementierung vorgestellt.
00:02:06: und jetzt ist es wirklich heute mal an der Zeit, dass wir gucken na wie sieht das denn in der Praxis aus wenn ein Schulteam anfängt
00:02:14: alte
00:02:14: Traditionen zu hinterfragen.
00:02:17: Und ganz bewusst Dinge wegzulassen!
00:02:21: Meine Gäste heute sind Claudia Müller und Marianne Haagasser von der Grundschule Ramsbau.
00:02:26: herzlich willkommen
00:02:29: Hallo!
00:02:32: Ich freue mich, dass Sie beide heute Zeit haben.
00:02:34: Und ich glaube am schönsten ist es wenn sie sich mal kurz vorstellen.
00:02:40: Mein Name ist Claudia Müller und ich bin die Rektorin der Grundschule Ramspau und seit Jahrzehntausendundsechzehn.
00:02:49: Ja mein Name ist Magiane Haagasser.
00:02:56: Unterrichte eigentlich seit nineteenhundertdreiundneunzig und bin seit langer Zeit stellvertretende Schulleitung.
00:03:04: Und seit zwei Jahren schließlich Konrektoren von unserer Schule.
00:03:08: So, da habe ich ja also das Schulleitungsteam sitzen.
00:03:11: Das freut mich ganz besonders weil sie als Schulleiter sind natürlich federführend um so was wie die Deimplementierung in einer Schule wirklich ins Rollen zu bringen.
00:03:22: Und ich bin jetzt total gespannt, mit Ihnen darüber zu sprechen.
00:03:25: wie sind Sie überhaupt dazu gekommen?
00:03:28: Tja also in den letzten Jahren haben wir festgestellt dass die Arbeitsbelastung und zwar die zeitliche als auch die psychische Arbeitsbelasting zunehmend größer geworden ist und immer wieder viel im Lehrerzimmer.
00:03:45: der Satz Mir geht die Kraft aus, zum Beispiel.
00:03:48: Oder ich bin total kaputt oder ja... Ich kann einfach nicht mehr.
00:03:54: und wir haben gemerkt es liegt unter anderem an folgendem und zwar wie Unterricht mit den Kombiklassen und zwar ausschließlich in eins zwei Kombi-Klassen und in drei vier Kombi Klassen.
00:04:09: Und das bedeutet dass wir permanent doppelt vorbereiten Einmal für die kleineren Kinder, einmal für die größeren Kinder.
00:04:23: Zweitens, die Schülerzahlen an unserer Schule sind in den letzten zehn Jahren permanent gestiegen also um fast zwanzig Prozent und das bedeutet für uns dass wir nicht mehr in Klassen mit.
00:04:45: Das
00:04:48: bedeutet also mehr Korrekturaufwand, auch mehr Elternberatung und weniger Platz im Klassenraum.
00:05:00: Ich würde da gerne noch einfügen das Piazzolo-Paket in Bayern.
00:05:04: das hier Bayern gekommen hat dazu geführt, dass wir in der Grundschule eine Stunde Arbeitszeitkonto arbeiten mussten und zwar fünf Jahre lang.
00:05:18: Die werden wir wieder zurückbekommen aber erst nach einer Wartezeit.
00:05:22: Das heißt nach Corona kommen wir zurück in die Schule und müssen erstmal eine Stunde mehr arbeiten.
00:05:29: jeder.
00:05:29: Also das heißt, eine Vollzeitlehrerin mit achtundzwanzig Stunden arbeitet dann neun und zwanzig Stunden.
00:05:34: Wie eine Stunde wird nicht bezahlt sondern später zurückgegeben.
00:05:38: Zweite in dem Piazzolo-Paket war
00:05:40: dass
00:05:41: nur noch zwei vierzehnzehnte Stunden Teilzeit genommen werden durften wenn die Kinder über achtzend waren.
00:05:48: also wir haben hier Kolleginnen die arbeiten zwanzigt Die arbeiteten zwanzicht stunden Teilzeit Und mir ist immer ganz wichtig zu sagen Das machen die nicht auch Spaß Sondern es gibt Gründe dafür
00:05:58: Genau.
00:05:58: So,
00:05:58: jetzt sind die Kinder älter als achtzehn und jetzt hieß es sie müssen aber jetzt vierundzwanzig Stunden arbeiten und die eine Arbeitszeitkontostunde dazu.
00:06:07: Das sind fünfundzwantzig Stunden bedeutet fünf Stunden mehr das ist ein Schultag.
00:06:12: Genau
00:06:13: genau!
00:06:13: Das ist aber ne bayerische Spezialität, ne?
00:06:16: Piazzolo Paket.
00:06:17: Unser Kultusminister damals Herr Piazzollo
00:06:20: Ja, verstehe.
00:06:21: Also da ist ja wirklich einiges dazugekommen.
00:06:23: Da verstehe ich jetzt auch Frau Haagasser wenn sie sagen Sie hören immer häufiger oder haben damals immer häufig gehört das Kollegen gesagt haben boah ne es wird mir alles sehr viel hier.
00:06:33: Ich fühle mich sehr belastet und ich glaube da finden sich gerade ganz viele Hörerinnen und Hörern wieder.
00:06:39: Auch wenn nicht in jedem Bundesland so ein Piazolo Paket geschnürt wurde erleben ja viele eine große Arbeitsverdichtung eine Zunahme von Aufgaben Und das ist ja genau das Ding, wo Deimplementierung ansetzt.
00:06:53: Statt immer mehr oben drauf zu packen und zu sehen was können wir denn noch alles leisten haben Sie jetzt einen ganz anderen Ansatz gewählt nämlich mal ja zu schauen.
00:07:02: Was könnte man dann eventuell mal hinterfragen?
00:07:05: Wie genau sind sie denn auf die Deimplementierung als Ansatz gekommen?
00:07:11: Erstmal durch Zufall.
00:07:13: Das Buch von der Barbara Gottschling und von Bernhard Wissnetzke ist uns in die Hand gefallen.
00:07:18: Dieses weniger macht Schule, das haben wir mit großem Interesse gelesen.
00:07:25: und dann hatten wir außerdem noch das große Glück dass wir in die Coaching Gruppe von Frau Gottschlin gekommen sind ebenfalls zum Thema Deimplementierung speziell gedacht für Schulleitungen.
00:07:38: Und ein letzter Ausschlag war auch eine Empfehlung vom Kultusministerium im Rahmen der Woche der Lehrergesundheit.
00:07:48: Und auch hier wurde das Konzept der Deimplementierung quasi mit vorgeschlagen und damit war für uns der Weg geöffnet.
00:07:57: Ja gut, da kam es natürlich von allen Seiten auf sie zu ja, das verstehe ich.
00:08:02: Mit Barbara Gottschling habe ich schon darüber gesprochen warum es wirklich wichtig ist jetzt in Schulen mal zu schauen wie können wir weniger machen statt immer mehr Konzepte und Ideen obendrauf zu packen.
00:08:16: Und Frau Müller, vielleicht können Sie ja auch mal aus Ihrer Erfahrung berichten?
00:08:20: Warum ist es denn so wichtig weniger statt mehr zu machen?
00:08:24: Weil der ersten Impuls immer mehr ist.
00:08:26: also der erste Impuls vom KM Kultusmysterium war auch uns Lehrern zu raten Yoga zum Machen und Achtsamkeitsübungen.
00:08:33: das ist wieder etwas oben drauf und in dem Buch weniger macht Schule wird ganz Ganz klar erklärt, das ist ein menschlicher Impuls.
00:08:44: Wir als Schulleitungsteam waren offen in unserer Not auch mal einen anderen Weg zu gehen und Frau Hagerso und ich waren darin einig dass wir die Deimplementierung versuchen wollen und die Kollegen haben auch sehr positiv reagiert als wir damit ankamen.
00:09:01: Das glaube ich.
00:09:01: Das kann nicht mir vorstellen, vor allem weil ja auch diese Konzepte von Ja mach doch mal Yoga, Entspannungstraining Resilienzfortbildung das suggeriert ja auch alles dass das eigentlich meine persönliche Schwäche ist, dass ich es nicht hinbekomme so viel zu schaffen und Ich müsste mich ja nur mal anders verhalten optimieren Und dann würde ich das alles schon hinbekommen.
00:09:26: und ich finde es auch wichtig an einem gewissen Punkt mal anzuerkennen Es ist einfach zu viel an Projekten, an Ideen und Veranstaltungen.
00:09:36: Wir werden ja gleich noch genauer darüber sprechen was bei Ihnen so alles deimplementiert wurde also auch wirklich mal auf der Seite zu gucken.
00:09:43: Was können wir denn wegnehmen?
00:09:45: Also das heißt die Kolleginnen waren sofort mit im Boot oder?
00:09:51: Doch!
00:09:51: Wir haben tatsächlich offene Türen eingerannt und der erste Schritt war auch zusammen mit den Kolleginnen Erstmal gesammelt haben.
00:10:00: Welche Sonderaktionen haben wir denn so in einem Schuljahr?
00:10:05: Und diese Sonder-Aktionen, die haben wir dann an einer Pinwand gesammlet und dann haben wir sozusagen gemeinsam in eine Lehrerkonferenz enttrümpelt.
00:10:14: Damit sind schon die einen oder anderen Dinge, die sich erledigt haben oder die nur noch aus alter Gewohnheit gemacht worden sind, sozusagen gestrichen wurden.
00:10:25: Was zum Beispiel ...
00:10:27: Wir haben uns auf Nachhaltigkeit ausgerichtet.
00:10:30: Das heißt, alles was wir machen an zusätzlich zum Lesenschreiben rechnen findet sich wieder im Laufe des Jahres, findet sich in nächsten Schuljahr und wurde wirklich auf Sinnhaftigkeit überprüft.
00:10:48: Da kommt die Feuerwehr am Spau und baut riesig was auf.
00:10:51: Die Eins-Zwei-Klassen haben gerade im September geht das nicht, da kommen die neuen Kinder an wir flippen aus wenn wir mit denen einen Tag lang Feuerwehr draußen spielen.
00:11:00: Das heißt wir haben es auch den Juni geschoben.
00:11:03: Warum?
00:11:03: Weil dann die Klassen schon fest im Sattel sitzen und die Eins Zwei-Classen auch mitmachen können.
00:11:08: Das sind Kleinigkeiten aber die ändern so viel und die Leute sehen sich... also empfinden sich so gesehen Ermit einander, nicht gegeneinander.
00:11:18: Nicht ich als Schulleitung auktruiere auf was wir tun und bestimme dann das ist unser Kurs sondern die alle machen mit, alle entscheiden mit.
00:11:27: wer sind wir?
00:11:28: Was wollen wir?
00:11:29: Und was ist uns wichtig?
00:11:31: Ja genau
00:11:33: noch gerne hinzufügen würde was meines Erachtens sehr wichtig ist Wir versuchen Vorbereitung für diese Extra-Aktionen wirklich so effektiv und so kurz wie möglich zu machen, indem wir zum Beispiel das eine oder andere wiederholen was wir im letzten Jahr gemacht haben.
00:11:54: Oder in dem wir die Vereine mit einbeziehen, die uns dann unterstützen usw.
00:12:02: Das ist natürlich ein wunderbarer Auftakt!
00:12:04: Das kann ich mir gut vorstellen wenn man direkt mal sagt so dass machen wir alles noch so on top zu unserem Unterrichtsgeschäft und Elternarbeit usw.
00:12:12: Und lasst uns doch damals schauen, wie wir da schon mal ordentlich entrümpeln können und was überhaupt noch Sinn macht?
00:12:18: Was wir vielleicht schon ewig lang so gemacht haben ohne dass jemand mal hinterfragt warum eigentlich und was bringt es?
00:12:25: Jetzt sind wir direkt mitten reingesprungen und ich würde tatsächlich nochmal jetzt ein Stück zurück rudern, nämlich so ganz an den Anfang.
00:12:33: Also wenn es konkret wird mit der Deimplementierung wie kann sich da eine Schule auf dem Weg machen?
00:12:39: Was braucht es überhaupt um da gemeinsam auch in eine Richtung zu kommen?
00:12:45: Ja oder unsere Schritte waren folgende und zwar Als erstes haben wir als Schulleitung uns eingearbeitet in das Buch und auch die Podcasts von Herrn Wischnewski angehört, die uns sozusagen die wissenschaftliche Grundlage geliefert haben.
00:13:05: Und aus dem haben sich dann mehr oder weniger automatisch die Themen ergeben, die wir für interessant erachtet haben.
00:13:17: Zinnhaftigkeit von Korrekturen oder die Auseinandersetzung mit dem Lehrplan, oder die Unterrichtsvorbereitung.
00:13:26: Oder auch das Glasrummanagement und auf der Basis haben wir dann versucht, das Konzept für die Implementierung eines bestimmten Themas zu erarbeiten.
00:13:40: begonnen haben wir mit den Korrekturen, also wieder mit der Reduktion der Korrektion.
00:13:44: Weil unser Eindruck war dass die Korreakturen gerade bei unseren Kolleginnen ein Großteil der Bereitungszeit in Anspruch nehmen und durch den Podcast vom Herrn Wischnewski haben wir auch erfahren das Korrektor nur bedingt wirksam sind.
00:14:05: Also man sich die eine oder andere Arbeit einfach komplett sparen kann.
00:14:08: ja
00:14:08: Da würde ich gerne auch nochmal kurz einhaken.
00:14:10: Sie haben ja schon direkt zweimal den Podcast erwähnt.
00:14:13: Psychologie fürs Klassenzimmer?
00:14:16: Ja, den werde ich auf jeden Fall mal hier noch verlinken.
00:14:19: Kann ich sehr empfehlen weil der Herr Wissenjewski nimmt also wirklich aktuelle Studien zu bestimmten Bereichen in denen wir arbeiten.
00:14:29: Also seien es jetzt die Korrekturen sei es Feedback und und beleuchtet mal, wie wirksam ist denn das eigentlich?
00:14:37: Was Lehrkräfte da so tun.
00:14:38: Und wie Sie gerade schon sagen, Frau Hagerster, dass es so wichtig da auch eine wissenschaftliche Grundlage zu haben um einmal auch zu wissen ja was bringen den Hausaufgaben tatsächlich an leeren Effekt?
00:14:48: macht das Sinn daran festzuhalten nur weil wir's immer schon so gemacht haben?
00:14:53: oder was sagen aktuelle Studien dazu?
00:14:55: okay also das ne ganz ganz wichtige Sache diese wissenschaftlichen Grundlage Weil das bedeutet ja auch, ich bewege mich auf sicherem Boden.
00:15:03: Ich lasse nicht mal einfach irgendwas weg weil ich denke es ist mir zu viel Arbeit sondern da sind wir wieder bei dem Sinnhaften was Sie ja gerade betont haben Frau Müller.
00:15:13: also ich gucke was ist sinnvoll von dem was ich tue?
00:15:15: Wo macht es Sinn meine Arbeitszeit reinzustecken.
00:15:19: Genau
00:15:21: Ja und dann haben sie mit den Korrekturen los gelegt.
00:15:25: Und worüber wir heute besonders sprechen wollen das hatten wir uns im Vorfeld überlegt Das ist die Unterrichtsvorbereitung.
00:15:33: Zum Thema Korrekturen wird es auch noch, also Korreaktoren deimplementieren wird's auch noch ein Artikel geben.
00:15:39: den werde ich dann auch hier unter dem Podcast verlinken wenn der am Start ist.
00:15:43: da habe ich mit zwei Kolleginnen aus ihrem Schulteam gesprochen die von ihren Erfahrungen berichten und wir sprechen heute ganz besonders darüber.
00:15:52: ja Unterricht Vorbereitung was kann man da weglassen?
00:15:55: Was kann man dort deimplementieren?
00:15:58: Frau Müller, erzählen Sie doch mal.
00:16:00: Wie sind sie da vorgegangen?
00:16:02: Wie war der zeitliche Rahmen damit wir uns das mal so ganz praktisch vorstellen können?
00:16:07: Genau also die Lehrerkonferenz dauert zweieinhalb Stunden Die der Ablauf ist durch das Buch vorgegeben.
00:16:16: man bespricht zuerstes Ziel mit den Kolleginnen Man analysiert wie der Iststand ist und das haben wir im Vorfeld machen lassen.
00:16:25: Das heißt die Kolleginnen sollten ihre Arbeitszeit für eine Woche sehr genau notieren, damit wir dann auch hinterher noch mal vergleichen können, um da wirklich sich was verbessert hat.
00:16:39: Ja klar!
00:16:41: Genau.
00:16:41: und dann haben wir festgestellt, so Frau Hackers und ich in der Vorbereitung Wir machen schon unfassbar viel denn an unserer Schule treffen sich die Teams eins zwei und drei vier einmal pro Woche meistens für sechzig Minuten, ganz oft für neunzig Minuten und bereiten miteinander den Unterricht für die nächste Woche vor bzw.
00:17:05: sprechen sich sehr genau ab und besprechen zum Beispiel auch Proben nach.
00:17:10: Also das ist in der fachlichen Grundierung, die Frau Hagerse im Vorfeld vorgenommen hat, ist es ganz wichtig rausgekommen dass Teamabsprachen wahnsinnig viel Zeit einsparen und unterstützend wirken,
00:17:27: wenn
00:17:28: Parallelkolleginnen miteinander arbeiten.
00:17:31: Dann haben wir Best Practice Beispiele erzählen lassen.
00:17:37: Das heißt das gehört für mich auch zum Iststand.
00:17:41: Wir haben ja schon Kolleginnen die mit irgendwelchen Apps arbeiten, die sie es für Arbeitserleichtern empfinden zur Vorbereitung oder Und die Kolleginnen haben also kurz das erzählt in der Lira Konferenz.
00:18:00: Dann haben wir die Teams in die Gruppenarbeit geschickt, dort sollten sie das Rastschema anwenden.
00:18:11: Rastchema kann man nachlesen ich mache es nur ganz kurz ist für Reduktion A ist für Austausch S ist für Stopp Und das ist jetzt mir ganz wichtig.
00:18:24: Stopp ist dieses wirklich Weglass, brechen bei der Implementierung ständig von weglassen.
00:18:28: Das stimmt nicht!
00:18:29: Die Implementierungen hat vier Möglichkeiten nach diesem Rastschema.
00:18:32: die vierte ist es T-Transformation.
00:18:36: D.h.,
00:18:37: den Stopp benutzen wir schon aber nicht in der Masse wie's vielleicht jetzt wirkt sondern vielmehr dass R das A und das Tür.
00:18:47: Und deswegen ist es mir ganz wichtig, Deimplementierung heißt nicht wir lassen weg und hören aufzuarbeiten.
00:18:51: Sondern deimplementieren bedeutet Wir schütteln das was wir tun unsere Verhaltensweisen durch und gucken nach wie effektiv uns sinnvoll sind sie?
00:19:00: Wie machen wir sie effektive und sinnvoll?
00:19:03: Ja, das war nochmal ganz wichtig zu hören.
00:19:05: Ich habe es jetzt ja teilweise auch gesagt was kann man weglassen?
00:19:09: Und da empfiehlt sich auch tatsächlich noch mal in das Interview mit Barbara Gottschling reinzuhören.
00:19:13: die hat das Rastschema nämlich ausführlich erklärt.
00:19:17: und ich finde jetzt total schön zu hören Frau Müller dass sie Auch jetzt in der Lehrerkonferenz, wo es dann darum ging.
00:19:23: Ja was können wir denn bei der Unterrichtsvorbereitung deimplementieren?
00:19:27: Dass Sie auch in der Konferenz schon darauf geachtet haben dass da nicht noch wieder neue Maßnahmen und Top kommen.
00:19:34: Wir machen jetzt alles anders.
00:19:35: oh Gott ganz viel neu bedeutet ja ganz viel Aufwand und eventuell auch Stress, sondern auf mal zu schauen.
00:19:43: Was machen wir denn schon Gutes?
00:19:44: Ich durfte ja hospitieren per Videokonferenz in ihrer Lehrerkonferenz.
00:19:49: es war total spannend.
00:19:51: ich war dann nämlich auch einer kleinen Gruppe zugeschaltet die dann eben sich mal ausgetauscht haben nach diesem Rastschema.
00:19:58: Was können wir denn machen?
00:19:59: Und auch da merkt man, das sind ja schon ganz, ganz viele gute Routinen und Ideen da und man spricht miteinander drüber und hört auch von den anderen, ah die haben vielleicht auch ihre Probleme aber die haben eine bestimmte Lösung dafür gefunden und da könnte für mich was passendes dabei sein.
00:20:17: also ich finde ja persönlich alleine schon dass das Mal als Thema auf den Tisch gebracht wird dass das sehr herausfordernd ist, Unterrichtsvorbereitung hinzukriegen und dabei nicht zu viel Zeit zu investieren.
00:20:31: Also allein schon das zu thematisieren, das bewirkt schon eine große Entlastung
00:20:36: auf jeden Fall.
00:20:38: Was uns aber immer wichtig war was um was auch bestand bei der Erkennenswahl.
00:20:43: Das war wieder eine wissenschaftliche Erkenntnis und zwar darüber was es gute Unterricht eigentlich.
00:20:51: Da gibt es eine große Metastudie, die sich über mehrere Jahrzehnte bezieht und die Studienergebnisse aus allen Ländern mit einbeziehen.
00:21:04: Und gute Unterricht sind im Grunde genommen drei Faktoren.
00:21:10: Der erste Faktor ist ein gutes Classroom-Management.
00:21:12: Der zweite Faktore ist eine gute Beziehung zu den Kindern.
00:21:18: kognitive Aktivierung.
00:21:21: Und wenn man sich auf diese drei Dinge konzentriert, dann stellt man fest zum Beispiel kognitive Aktivierungen kann alles mögliche sein.
00:21:30: das kann unter Umständen auch einfach eine Übungstunde sein bei der die Kinder einfach Konzentrierung fokussiert arbeiten.
00:21:39: also es heißt die Unterrichtsvorbereitung kann man auch insofern reduzieren indem er einfach hauptsächlich diese drei Punkte im Blick hat.
00:21:48: Also was ist wirklich wesentlich, worum geht es uns eigentlich?
00:21:52: Ja schön das nochmal so zu hören.
00:21:54: Was ist guter Unterricht?
00:21:55: sich also wirklich immer an dieser Leitplanke zu orientieren und sich da auch immer ganz sicher zu fühlen vor allem wenn man sich wie sie's getan haben gemeinsam auf den Weg macht und das ist völlig klar.
00:22:06: So soll das laufen.
00:22:08: Jetzt bin ich mal gespannt, Frau Müller Sie haben gerade gesagt so dass war jetzt die erste Lehrerkonferenz und ich sitze als Lehrerin in dieser Konferenz habe dann ganz viele Ideen mitgenommen.
00:22:17: Ich hab vorher meine Arbeitszeit auch mal fleißig dokumentiert Und dann lege ich los und gucke mal was sich reduzieren Austauschen stoppen oder transformieren kann.
00:22:33: Wie lange habe ich Zeit?
00:22:36: um da jetzt auch mal in die Veränderung reinzugehen, bis wir dann das nächste Mal im Team darüber sprechen.
00:22:42: Also ich hatte dann zwei Monate später eine Feedback-Konferenz anberaumt, in der wir über was hat sich verändert gesprochen haben und auch wieder in den Teams sich austauschen dürfen – und das ist mir ganz wichtig!
00:22:58: Ich muss als Schulleitung immer wieder nachfragen.
00:23:02: Das kann ich persönlich machen bei den Kolleginnen, wo ich merke die tun sich schwer mit dem Thema.
00:23:07: das kann nicht über das Team machen indem ihr Nachfrage ob es da jetzt läuft ob man dann noch mal eine Sitzung für braucht oder genau mir einfach da Informationen holen.
00:23:16: Ich schreibe jeden Montag einen Lehrerinnen Brief.
00:23:19: Da steht immer drin was so in der Woche wichtig ist und da habe ich auch ein paar Mal einfach nochmal reingeschrieben Wie kommen sie zurecht?
00:23:26: Mit den Korrekturen?
00:23:27: oder wie kommen Sie zu Recht mit der Unterrichtsvorbereitung einfach nur daran zu erinnern.
00:23:33: Also wichtig für mich ist, dass man Feedback-Konferenzen will ich festverankern damit es nicht einmal angerissen und dann verpufft das wieder in nichts.
00:23:44: also ich habe vorhin die Nachhaltigkeit bei Projekten angesprochen.
00:23:48: auch hier gilt komplett nachhaltigkeitsschulentwicklung endet nicht mit einer Konferenz sondern sie beginnt damit und es muss weiter dran geblieben werden.
00:23:58: Ja, natürlich.
00:23:59: Und da haben Sie auch schon angesprochen was das auch für eine langwierige Arbeit ist für sie als Schulleitungsteam.
00:24:06: also sie brauchen da einen langen Atem immer wieder dran zu bleiben immer wieder daran zu erinnern anzustupsen wobei es ja auch wirklich im Sinne der Kolleginnen sein sollte.
00:24:17: sie haben jetzt nur Lehrerinnen an der Schule ausschließlich.
00:24:20: deswegen reicht es wenn ich Kolleginnen sage also solltet ihr auch im Sinne da auf dem Weg zu bleiben und zu schauen, wie können wir weiter deimplementieren.
00:24:31: Lassen Sie uns trotzdem mal weiter noch da reingehen und schauen was ist da ganz besonders wichtig in Ihrer Rolle als Schulleitung?
00:24:39: Wie können sie beide da hilfreich sein und den Prozess auch gut begleiten?
00:24:46: Aus meiner Perspektive ein wichtiger Aspekt ist folgende.
00:24:50: Ich bin Kontrektorin, das heißt ich bin gleichzeitig auch Klassenleiterin und insofern kann ich für die anderen Kolleginnen auch ein gutes Vorbild sein weil Korrekturen reduzieren, weil ich selber versuche möglichst effektiv Unterrichtswort zu bereiten oder weil ich natürlich auch im Team drei vier zum Beispiel bin und darauf achten kann dass hier einfach systematisch zusammengearbeitet wird.
00:25:16: Also nicht von ihr wirklich schlicht und ergreifend als gutes Vorbild wirken.
00:25:21: Ja,
00:25:22: finde ich auch sehr inspirierend und auch sehr bestärkend für mich als Lehrerin wenn ich dann merke naja also Die Konrektorin macht es genauso, da fühle ich mich dann ja auch wesentlich sicherer in meinem Handeln.
00:25:36: Ja genau!
00:25:37: Wir
00:25:38: stehen auch hinter unseren Leuten das heißt es kann denen nichts passieren.
00:25:44: wir rufen dazu auf mutig zu sein.
00:25:47: Ich selber mache ja Unterrichtsbesuche und da gibt's einfach die Möglichkeit dass sich im Nachgang auch einer Kollegin sagen kann ich merke sie korrigieren sehr viel.
00:25:58: Oder ich merke, Sie verwenden hier sehr viel Zeit auf Ihre Unterrichtsvorbereitung.
00:26:04: Schaffen sehr viele Materialien an?
00:26:07: Reichen da vielleicht auch die helfeste Materialien?
00:26:10: Oh!
00:26:10: Da muss ich jetzt gerade bei.
00:26:11: erstmal also... Ich staune!
00:26:16: Auch Unterrichtsbesuche von der Schulleitung ist ja auch wieder so eine bayerische Spezialität.
00:26:20: So kriege ich das auch immer bei meinen Klientinnen im Coaching mit, das haben wir in NRW nicht höchstens wenn es um die Fährbeamtung auf Lebenszeit geht.
00:26:28: Das habe ich aber noch nie gehört dass dann mal ne Schulleitungen zum Unterrichtesbesuch kommt und sagt Gucken Sie doch mal!
00:26:34: Dass sie das ein bisschen effizienter gestalten müssen sich denn da so viel Arbeit machen?
00:26:39: Wow
00:26:42: Das ist Vorbild.
00:26:43: Entweder lege ich das oder ich lasse es, also das ist ganz wichtig wenn wir als Schulleitung sprechen aber anders handeln haben wir verloren dann ist es vorbei.
00:26:53: und für mich ist auch so Ich selber bin einfach nach Corona an meine Grenzen gekommen.
00:26:59: Also wir hatten einen Lehrermann hier in Bayern, den gibt's ja in ganz Deutschland Und man hat eine Zeit lang uns Retorinnen in die Klassenleitung geschickt.
00:27:08: Also ich habe ein Hölnjahr in Klassenleitung hinter mir, auf den ich am Zahnfleisch Griechen rausgekommen bin.
00:27:15: Und ich muss und möchte auf mich selber auf meine Lehrergesundheit achten!
00:27:20: Ich würde gerne gesund in sechszehn Jahren in Rente
00:27:24: gehen.".
00:27:25: Ja, da geht es also einmal um die Vorbildfunktionen wie Sie gerade beide schon gesagt haben.
00:27:29: aber eben auch einen Schutz zu bieten und zu sagen... euch kann hier nichts passieren.
00:27:35: Das ist ja auch so eine große Befürchtung, die Lehrkräfte haben wenn dann was umgestellt wird an den gewohnten Routinen.
00:27:42: dasselbe hatten wir auch beim Thema Korrekturen wo dann Ängste da waren.
00:27:46: oh was sagen die Eltern dazu?
00:27:49: Da ist natürlich auch einmal wichtig wir machen das gemeinsam als Schulkollegium Wir machen das alle jetzt so aber eben auch ne bestärkende Schulleitung die zum Beispiel auch Beschwerden abfängt.
00:28:03: Richtig, also das haben wir von Anbeginn an unseren Kolleginnen versprochen.
00:28:07: Beschwerden werden grundsätzlich von uns abgefangen und beantwortet.
00:28:13: Erstaunlicherweise war es allerdings so dass bis jetzt keine einzige Beschwerde gekommen ist.
00:28:18: Also
00:28:20: tatsächlich... Ist unsere Deimplementierung nach außen hin sozusagen sang- und klanglos über die Bühne gegangen?
00:28:28: Das ist ja wirklich... Also das ist eine der größten Befürchtungen, die ich kenne.
00:28:34: Dass da dann gar nichts gekommen ist, das ist ja einfach irre.
00:28:38: Gut also das heißt sie hätten aber dann Beschwerden abgefangen wenn welche gekommen wären.
00:28:43: Allein das ist schon wieder so ne Entlastung für mich als Lehrerin dass ich weiß aber wenn was kommt, kann ich die Eltern an meine Schulleitung verweisen.
00:28:51: Okay, noch etwas was wichtig und hilfreich ist als Schulleitung um den Prozester gut zu begleiten?
00:28:59: Ja ein offener und ehrlicher Austausch würde ich sagen.
00:29:01: Also sowohl unter den Kolleginnen als auch mit uns als Schuleitung und auch wir natürlich untereinander also Frau Huckaster und ich.
00:29:09: Es
00:29:10: gab ja auch kritische Stimmen oder es auch.
00:29:12: wir mussten uns auseinandersetzen mit dem Thema.
00:29:15: Wir sind ja auch unsicher gewesen am Anfang da dann immer wieder sich gegenseitig zu stärken, auch gegensei- tich auszutauschen.
00:29:24: Gut das war jetzt nicht so toll oder dass hätte man anders machen können.
00:29:27: Das ist einfach wichtig.
00:29:29: und dann natürlich auch, dass die Kolleginnen kommen und sagen dürfen, ich möchte es nicht machen.
00:29:34: Bei mir sträubt sich alles gegen
00:29:37: diese
00:29:38: Änderung und das Auszuhalten zu sagen ist okay.
00:29:42: Können Sie sich vorstellen kleinen Mini Schritt mitzugehen?
00:29:44: Ja
00:29:45: Also das heißt nicht, wir sagen jetzt deimplementierung und los geht's.
00:29:49: Alle müssen mitmachen sondern die Leute abfangen wo sie stehen und ihnen den Freiraum auch geben und liegt immer in diesem offenen ehrlichen Austausch bleiben.
00:29:57: Ja ich weiß gar nicht ob wir es am Anfang gesagt haben wie groß ist das Collegium?
00:30:03: Wir haben acht Klassen vier eins zwei Flexklassen und vier drei vier Kombi-Klassen.
00:30:09: Das heißt wir haben acht Klassellehrerinnen Wir haben dann noch eine Förderlehrerin dabei, Lärmsanwärterin, Religionskräfte.
00:30:17: Und die VG-Lehrerin.
00:30:18: also wir sind stammschulmäßig mit ungefähr fünfzehn Personen unterwegs.
00:30:24: Okay!
00:30:25: Also noch relativ klein das finde ich ist ja auch immer wichtig um sich vorstellen zu können wie kann das gelingen?
00:30:32: Dann alle mitzunehmen und sei es auch nur in Minischritten.
00:30:35: Wir gehen in die Richtung aber jeder kann auch so in seinem Tempo mitgenommen werden.
00:30:40: Im Vorfeld des Gesprächs, da haben sie beide mir gesagt also Sie haben so einige gelingens Faktoren für Deimplementierung.
00:30:48: Für sich herausgefunden und Da würde ich sehr gern mit ihnen drüber sprechen.
00:30:54: auch immer ein bisschen jetzt Mit der Perspektive geht Deimplementierung eigentlich auch wenn Ich mich ganz alleine auf den Weg mache Wenn ich nicht zu Hause bin in einem Kollegium wo alle Gemeinsam an einem Strang ziehen Sondern ich sage ich möchte das für mich machen.
00:31:09: Was sind denn so Gelingensfaktoren?
00:31:11: Der zentrale Gelingen Faktor ist tatsächlich, dass der Leidensdruck einfach groß genug sein muss.
00:31:17: Und das war bei uns ja wirklich der Fall weil er wird natürlich die Bereitschaft massiv an seinem Arbeiten was zu verändern.
00:31:27: Das finde ich es nur ein ganz zentraler Faktorn.
00:31:31: Dann haben wir festgestellt, die Berufserfahrung macht einiges aus.
00:31:35: Wir haben zwei Kolleginnen, die haben nach Corona angefangen zu de- implementieren und wussten gar nicht dass es de- implementation ist.
00:31:42: Die freuen sich jetzt das sie jetzt bestätigt werden.
00:31:46: Das heißt, die beiden konnten für sich schon anfangen... zu hinterfragen, was ist sinnvoll in meinem Lehrerverhalten?
00:31:56: In meiner Vorbereitung, in meiner Berufsarbeitszeit?
00:32:00: und was möchte ich anders machen um Zeit zu gewinnen.
00:32:04: Eine junge Kollegin hat uns das Feedback gegeben.
00:32:08: Gott sei Dank hat sie das Team, weil ohne Team könnte sie das Ganze nicht und das stimmt nicht.
00:32:13: aber ich weiß dass man als junge Kollegin einfach so unsicher ist auch alles bei sich sucht an Ursachen sodass da einer jungen Kollegin es gut tut wenn sie Partner oder Kolleginnen hat die mit ihr deimplementieren.
00:32:31: Ja, ich glaube auch dass die Berufserfahrung natürlich eine Rolle spielt wenn ich dann meinen Blick auf das wesentliche richte.
00:32:39: Beziehungsgestaltung.
00:32:40: Genau und überhaupt erstmal weiß was das Wesentliche ist?
00:32:43: Damit können wir ja schon.
00:32:44: Das Standing habe, dass ich mich traue zu machen weil ich weiß mein Unterricht ist sowieso gut auch wenn ich mal drei Sachen weglasse oder verändere.
00:32:57: Also Mut gehört
00:32:57: auch dazu, ne?
00:32:58: Mut war ja schon häufiger Thema.
00:33:00: Sich was trauen vielleicht auch Ängste aushalten, ängste thematisieren
00:33:06: und da hat doch wenn ich das noch kurz sagen darf also wir haben drei Ziele die wir immer über alles stellen dass ist die Qualität des Unterrichts dort leicht bleiben.
00:33:13: Wir wollen die Beziehungspflege zu den Kindern, wir wollen die beziehung zu den Kindern erhalten Und wir wollen unsere Lehrerin Gesundheit erhalten.
00:33:20: Ja und Ich sage mittlerweile Die Beziehungspflege ist das Wichtigste.
00:33:24: Wenn ich eine gute Beziehungen zu den Kindern habe, dann habe ich automatisiert guten Unterricht weil die Kinder gerne mit mir zusammen arbeiten und es ist ja wissenschaftlich letztens nachgewiesen worden.
00:33:37: Kolleginnen mit hoher Berufserfahrung wissen das.
00:33:40: Ja gelingens Faktoren.
00:33:42: was gibt's noch zu ergänzen?
00:33:45: Der eine wichtige Faktor ist der dem wir vorhin schon besprochen haben dass wir als Schulleitung wirklich Echt nur Rekalt geben, indem wir eben Vorbilder sind, in denen wir Beschwerden abfangen.
00:33:57: In dem wir immer wieder Rückmeldung auch geben oder Tipps geben und ja die Umsetzung einfach konkret vorleben.
00:34:06: Ja Und als ganz wichtig haben wir erachtet diese wissenschaftliche Grundierung.
00:34:12: Das gilt für jedes einzelne Thema das wir angefasst haben zum Beispiel die Korrekturen oder die Zusammenarbeit.
00:34:19: Es ist wirklich entscheidend das Ganze auf diese wissenschaftliche Basis zu stellen, weil es gibt die absolute Sicherheit.
00:34:27: Und da gibt es Standing, dass man braucht um das für sich selber umzusetzen und um das auch vor anderen umzusetzten.
00:34:34: Ja, und das sind ja auch echte Aha-Momente die da passieren.
00:34:37: Absolut!
00:34:38: Durch die wissenschaftliche Grundlage.
00:34:40: Auch das erlebe ich immer wieder im Coaching.
00:34:42: also da kommen wirklich Klientinnen und sagen so oh ich muss jetzt unbedingt mir mal ein Konzept überlegen für meine Hausaufgaben wie ich das anders machen kann?
00:34:49: Und wenn ich dann darüber spreche und sage lass uns doch erstmal gucken wie wirksam sind denn Hausaufgarben überhaupt was möchtest du damit denn bezwecken?
00:34:57: und dann befassen sie sich intensiver damit und merken auf einmal so Oh Gott was habe ich denn da jetzt zwanzig Jahre lang gemacht?
00:35:04: hat das überhaupt den Lernzuwachs gebracht?
00:35:06: und vor allem hat es auch die Beziehung gestärkt zu meinen Schülerinnen und Schülern.
00:35:11: Das ist ja auch so ein wesentlicher Punkt, da geht manchen wirklich einen ganzen Kronleuchter auf und auf einmal kann ich über das Thema Hausaufgaben ganz anders nachdenken oder auch ganz anders meine Zeit investieren.
00:35:22: von daher kann ich das nur bestätigen.
00:35:24: wie wichtig diese wissenschaftliche Grundlage.
00:35:28: Dann finde ich ganz wichtig diese wiederkehrende Reflexion, also nicht nur in den Feedback-Lehrerkonferenzen sondern auch es gibt Hürden und Hindernisse.
00:35:37: Die tragen wir alle in uns und die halten uns davon ab etwas zu ändern.
00:35:44: Und das zu wissen, die Hürde zu kennen und immer wieder an die Hüren auch erinnert zu werden hilft nicht zurückzufallen ins Gewohnte Ja.
00:35:55: Und das sehe ich schon als meine Aufgabe an, dass sich die Kolleginnen immer wieder an ihre selbst vorgenommenen Änderungen erinnern und immer wieder ans Rastschema erinnere und sie Kollegen sich dann überprüfen ob sie das noch handeln so wie Sie es vorgenommen haben oder ob sie zurück in die Gewohnheit gefallen sind und welche Hürde sie davon abgehalten hat.
00:36:19: Ja, sagen Sie doch mal ein Beispiel für eine Hürde.
00:36:22: Ich bin jetzt ganz neugierig!
00:36:23: Was gibt es denn da was mich erlitten könnte?
00:36:25: Meine Lieblingshürde ist die Sankkost Volleysee.
00:36:29: Volleysey ist der Trugschluss das heißt man hat schon so viel investiert.
00:36:33: Jetzt kann man das nicht aufhören.
00:36:35: Also so viel Kraft und so viel Zeit habe ich darin schon investiert.
00:36:38: also jetzt kann dies nicht mehr anders machen.
00:36:40: Noch ein Klassiker ist Schamangst-Schuld.
00:36:44: Das ist vor allem auf der emotionalen Ebene.
00:36:46: Only a busy teacher is good teacher, wir haben das Problem dass wir Lehrer nicht messbar sind.
00:36:53: Das heißt man kann über viel Arbeit nachweisen, man hätte viel gearbeitet und wäre deswegen gut und es stimmt einfach nicht.
00:37:03: aber wir haben keine Messinstrumente im Lehrerberuf.
00:37:06: Ein Tischler kann ein Tisch hinlegen, wir legen eine Wasserwaage drauf und sagen super!
00:37:10: Ist komplett gerade.
00:37:11: Aber in den Lehrerberufen gibt's das nicht.
00:37:14: Das ist so auf jeden Fall.
00:37:16: Selbst wenn ich mich noch so anstrengen, wenn ich noch so guten Unterricht mache, ist dann so eine Schülerin, so ein Schüler auch immer so ne Blackbox, ne?
00:37:23: Ich weiß ja nicht was da im Inneren passiert und wie das verarbeitet wird von diesem Kind und was dann da am Ende rauskommt.
00:37:29: also ich kann immer nur Angebote machen.
00:37:31: Und da es schon etwas anderes als beim Tischlader hinter sagen kann dass ist das Produkt
00:37:36: Ganz genau.
00:37:39: Deswegen wird sie auch so Äußerlichkeiten ganz oft konzentriert.
00:37:43: Messen Sie mal eine Beziehung zum Kind?
00:37:46: Ja, genau.
00:37:48: Und selbst die Fragebogen, die dann rausgegeben werden an Kinder oder auch an Eltern um da so Qualität zu messen sind ja auch wieder sehr sehr subjektiv.
00:37:57: Ich überlege jetzt gerade ob wir genug darüber gesagt haben, ob die Implementierung auch im Alleingang möglich ist.
00:38:04: ich glaube nicht.
00:38:05: Ich glaube, darüber haben wir jetzt noch nicht explizit gesprochen.
00:38:08: Das würde mich noch interessieren.
00:38:10: also aus Ihrer Erfahrung würden Sie sagen das kann ich auch als Einzelkämpferin, als Einzelkämpfe angehen?
00:38:16: Ja
00:38:17: ganz klar ja!
00:38:17: Also auf jeden Fall.
00:38:19: und also ich würde auch nochmal empfehlen wenn man es im Alleingang angeht tatsächlich sich diese wissenschaftlichen Fundierungen einfach anzuhören zum Beispiel in Form von diesem Podcast weil Meine Erfahrung ist tatsächlich degeben wirklich die absolute Sicherheit und dann traut man sich wirklich zum Beispiel gezielter zu korrigieren oder den Unterricht mal anders zu gestalten.
00:38:45: Und die Hürden, Hürde und Hindernisse muss man kennen.
00:38:47: Die Hürgen können
00:38:48: überwinden richtig genau.
00:38:49: Sich liebe Wurst zu machen!
00:38:51: Die stehen ja auch alle ganz wunderbar in dem Buch
00:38:54: Genau.
00:38:54: Die Implementierung
00:38:55: macht Schule, auch das werde ich nochmal verlinken hier in den Show Notes zum Podcast.
00:38:59: also lohnt sich da wirklich noch mal tiefer einzusteigen wenn... Weniger
00:39:02: Machtschule Vorsicht!
00:39:03: Das Buch heißt weniger macht
00:39:04: Schule.
00:39:04: Weniger macht Schule.
00:39:05: ah danke genau werde ich verlinken mit dem richtigen Titel.
00:39:08: natürlich genau ja.
00:39:11: dann lassen Sie uns doch jetzt mal schauen vorher nachher.
00:39:14: was ist jetzt anders?
00:39:16: wie lang ist es her dass sie diese Lehrerkonferenz Unterrichtsvorbereitung, die implementieren durchgeführt haben.
00:39:24: Und wie sieht es jetzt aus?
00:39:26: Also ein wichtiger Faktor ist dass wir zum Beispiel in der Teamarbeit versuchen noch systematischer zusammenzuarbeiten.
00:39:36: also das war ein wichtiges Ergebnis der Konferenz zur unterrichts Vorbereitung.
00:39:42: Wir haben eine gemeinsame Taskart erstellt auf die jede Kollegin sozusagen Material dass sie entdeckt hat oder selber sozusagen gestaltet hat und das quasi sofort den anderen Kolleginnen zugänglich macht.
00:39:56: Also
00:39:56: TaskCard für alle, die das nicht kennen?
00:39:58: Das ist wie so eine digitale Pin-Wand.
00:40:00: es gibt ja ganz unterschiedliche Lernplattformen.
00:40:03: Ist auch immer ein bisschen bundeslandabhängig also dass zentrale Plattform auf die alle zugreifen können um da jetzt auch gemeinsam Materialien systematisch zu teilen.
00:40:15: Ja dann haben wir uns vorgenommen auch verstärkt auf das digitale Angebot der Schulbuchverlage zurückzugreifen, weil damit hat man sämtliches Material.
00:40:26: Das zu einem bestimmten Buch gehört sozusagen auf einen Blick grüffbereit.
00:40:31: Man muss nicht groß in Ordner rumblättern, man muss nicht gross im Internet suchen sondern auf einenblick hat man genau das passende Material zu dem und dem Thema vorsichtig liegen und kann es oft auch noch selber bearbeiten.
00:40:45: Also das ist wirklich eine große Zeitersparnismöglichkeit.
00:40:50: Dann natürlich KI, also die
00:40:52: bietet unfassbar
00:40:54: viele Möglichkeiten.
00:40:55: man kann Differenzierungsmateriale sich erstellen lassen Man kann für Kinder mit Migrationshintergrund die noch nicht so gut Deutsch sprechen Arbeitsblätter in vereinfachter Sprache erstellen zu lassen.
00:41:08: Man kann zu einem bestimmten Lesetext Fragen stellen lassen, die die Kinder dann zum Beispiel aus Hausaufgabe bearbeiten oder am nächsten Tag in der Schule bearbeiten und so weiter.
00:41:18: Also die Möglichkeiten, die uns hier eröffnet werden sind wirklich enorm.
00:41:26: eine bestimmte Methode entwickelt.
00:41:28: Also im Team, dass wir bestimmte Unterrichtssiquenzen sozusagen getrennt vorbereiten.
00:41:34: Jede Kollegin bereitet eine Sequenz von Anfang bis zum Ende vor inklusive Unterrichtsverläufe und Arbeitsmaterialien und stellt dieses Sequenz den anderen Kolleginnen zur Verfügung.
00:41:47: Ah ja!
00:41:49: Und so teilt man sich die Arbeit sozusagen systematisch auf.
00:41:56: Außerdem korrigieren wir Proben mehr oder weniger gemeinsam.
00:42:01: Also Proben werden gemeinsam erstellt bzw.
00:42:04: die Erstellung wird aufgeteilt, eine Kollegin erstellt die Probe und wir überarbeiten die Proby gemeinsam und erstellen dann gemeinsam ein Lösungskonzept wie wir miteinander korrigiert.
00:42:16: Und somit geht auch die ganze Probenarbeit viel schneller vonstatten weil die Prober ist vorhanden Und
00:42:28: wird auch hinterher besprochen.
00:42:29: Also es gibt totale Sicherheit und mittlerweile geben Eltern Impostet auf die Probe, da steht drauf, könnten sie bitte im Team besprechen.
00:42:38: Und das hat uns von mehreren getragen!
00:42:41: Das heißt, das was dann entschieden wird nehmen die Eltern auch an weil sie wissen da haben ja vier Lehrerinnen drüber geschaut.
00:42:47: Ja das ist natürlich wirklich nochmal eine ganz andere Handlungssicherheit.
00:42:50: Das dachte ich gerade schon so.
00:42:51: ne also wenn es gemeinsam vorbereitet ist oder auch wenn ich mal mitbekomme meine Kollegin wie bereitet ihr denn so eine Unterrichtseinheit vor?
00:42:59: Da lerne ich ja unter Umständen noch etwas dass sich Sachen ganz anders anpacken kann.
00:43:03: Auch das finde ich sehr interessant und bereichert.
00:43:06: Weil wir nun mal die Tendenz haben zum Einzelkämpfer-Tum Zimmertür hinter mir zu, ich kriege gar nicht mehr mit.
00:43:12: Wie machen es die anderen denn?
00:43:14: Ich habe vielleicht nur irgendwelche Fantasien wie toll die Anderen das machen und wie viel besser!
00:43:19: Und ich bin ja nur so ein kleines Licht und ich mache das nicht gut genug.
00:43:23: Das ist ja auch so ein Thema was ganz viele mit sich herum tragen und das kann allmählich aufgelöst werden wenn ich mitbekomme mensch die andern die kochen ja auch nur mit Wasser.
00:43:33: Ja, genau so ist es.
00:43:34: Das finde ich auch wunderbar.
00:43:36: und jetzt noch mal zu dem zeitlichen Rahmen.
00:43:38: also auf was für ein Erfahrungszeitraum blicken Sie jetzt zurück in Bezug auf die Unterrichtsvorbereitung?
00:43:44: Stand heute.
00:43:45: Um zwei tausend dreinzwanzig vierund zwanzig haben wir angefangen.
00:43:49: das heißt als erstes mit dieser Übersicht wie läuft der Schuljahr und welche Aktionen wollen wir nicht mehr machen oder anders machen?
00:43:59: Wir haben dann Anfang mit der Korrektur angefangen.
00:44:04: Uns sind dann vom Schuljahresende, im Jahr haben wir uns den Lehrplan genauer angeschaut und sind jetzt in dem vergangenen Schuljahr an die Deimplementierung der Unterrichtsvorbereitung herangetreten.
00:44:29: Das heißt drei Mal haben mit Konferenz und dann auch Feedback-Konferenz.
00:44:36: Also sind sechs Konferenzen gewesen, mit denen wir hier deinklementiert haben.
00:44:43: Ja, und wirklich jetzt schon über einen langen Zeitraum.
00:44:46: Frau Hagerster Sie haben gerade schon berichtet was sich alles so an Routinen verändert hat?
00:44:51: Was sie da für neue Abläufe miteinander entwickelt haben.
00:44:56: als Kollegium können Sie auch sagen, was jetzt anders ist in der Atmosphäre.
00:45:02: Kann man auch da was wahrnehmen im Arbeitsklima?
00:45:05: Oder gibt es auch messbare Ergebnisse, dass Ihnen Kolleginnen sagen also ich merke jetzt... Ich stecke jetzt viel weniger Zeit in dies und das.
00:45:14: Also auf jeden Fall messbar ist die Reduktion der Korrekturen.
00:45:21: Klar, von den Kolleginnen auch kommuniziert wird.
00:45:25: Das korrigiere ich jetzt anders oder das mache ich mehr mit Selbstkorrektur und so weiter.
00:45:30: also das kann ich definitiv sagen die unseres Vorbereitungszeit ist schwierig einzuschätzen.
00:45:37: aber ich könnte mal von mir aus gehen weil hier auch noch Klassenlehrerin bin und nicht mehr schon allein durch dass wir uns das Material systematisch teilen tatsächlich deutlich Zeit für andere Dinge bleibt.
00:45:53: Und wir haben vorher darüber gesprochen, wie wichtig die Beziehungspflege oder die Bezierung zu den Kindern ist.
00:45:59: und es ist einfach so wenn man weniger Vorbereitung zu Hause investiert und vielleicht mehr in sich selber investiert – also in die Freizeit oder was auch immer.
00:46:13: Man hat schlicht und ergreifend mehr Kraft für die Kinder, mehr Energie für die kinder.
00:46:17: Und es kommt ihnen auch wieder enorm zu gut, weil man ganz anders unterrichtet oder wirklich einen ganz anderen Umgang mit den Kindern hat.
00:46:26: Und die Kolleginnen, mit denen ich über das Thema Korrekturen deimplementieren gesprochen habe, haben zum Beispiel auch gesagt sie haben jetzt Lust bekommen, sich in ganz neue Inhalte reinzuarbeiten.
00:46:38: Weil da auf einmal auch zeitliche Kapazitäten frei geworden sind.
00:46:42: und dann guckt man über den Tellerrand und sieht das Thema.
00:46:45: Das würde ich jetzt auch mal gerne so richtig schön vorbereiten.
00:46:51: Gibt es noch irgendwas was ich Sie auf jeden Fall fragen sollte?
00:46:54: Was vielleicht bisher noch nicht gefragt habe?
00:46:56: Also ich denke, was wichtig ist Autentizität.
00:47:00: Es muss ehrlich sein!
00:47:01: Also man muss es wirklich wollen.
00:47:03: Wenn ich mich nicht in die Lage versetzen kann, dass der Beruf immer herausfordernder wird sondern mir denken oder die meckern immer alle nur dann habe ich keine Basis für die Deimplementierung.
00:47:17: Dann verstehe auch mein Kollege Jung nicht.
00:47:19: Sondern was ich als Schulleitung brauche ist im Boot mitsitzen Wir gemeinsam ändern Empathie
00:47:28: zu tun
00:47:30: Ganz, ganz wichtig.
00:47:31: Also wenn ich das jetzt nur als Aktionismus betreibe ist es gleich verloren.
00:47:36: Ehrlichkeit wie vorhin.
00:47:38: also für mich ist immer ehrliche offene Kommunikation das Arm und Ohr gemeinsam einander zuhören Wege finden.
00:47:48: Und als Schulleitung führen wir Wir leiten die Schule Das heißt wir leiten auch in diesem Fall Die Kolleginnen an.
00:47:56: Also das Ist eine Führungsaufgabe.
00:48:00: Ein schönes Schlusswort.
00:48:01: Es ist fast das Schlusswort, weil jetzt komme ich noch zu meinen Abschlussfragen.
00:48:06: Ja, ich frage Sie erst mal welches Motto würden sie gerne auf alle Schultüren schreiben?
00:48:14: Was für mich also im Zuge dieser ganzen Implementierung ziemlich wichtig war, war der sogenannte Pareto-Prinzip und zwar ist es ein Prinzip, das kommt eigentlich aus der Wirtschaft Und das ist das sogenannte Zwanzig-Achzig-Prinzip.
00:48:29: Das bedeutet, dass man, wenn man annimmt, hundert Prozent Qualität ist sozusagen die Perfektion.
00:48:36: Dass man achtzig Prozent der Qualität erreicht mit einem Zeitaufwand von zwanzig Prozent.
00:48:46: und wenn man dann aber von diesen Achtzig Prozent auf die Hundert Prozent Perfektion kommen möchte muss man nochmal Zeit und Energie von achtzig Prozent aufwenden.
00:48:59: Und das finde ich sehr zentral, also dass man einfach sagen kann gut ist gut genug
00:49:06: ja
00:49:07: ganz abgesehen davon, dass ich davon überzeugt bin, dass diese zwanzig Prozent Perfektion die man eventuell erreichen würde von fast niemanden wirklich gesehen und erkannt wird.
00:49:19: Also nicht von den Kindern, nicht von dem Kolleginnen, nicht vom den Eltern höchstens von sich selber.
00:49:28: Das wäre mein zentrales Motiv auf der Schultür.
00:49:32: Gut ist gut genug ja sehr schön!
00:49:34: Und Frau Müller?
00:49:36: Bei mir stand das als ich noch Klassenlehrerin war wirklich an der Tür.
00:49:39: ach Fehler sind toll.
00:49:41: nur so kann ich lernen.
00:49:43: Fehler sind toll, nur so kann ich lernen und das gilt ja auch wenn man sich auf den Weg macht mit der Deimplementierung.
00:49:49: Sie haben es ja gerade gesagt ne?
00:49:50: Es klappt nicht unbedingt alles ist läuft nicht alles rund aber wir nehmen das und lernen daraus.
00:49:56: Ich hoffe sie beide sie gönnen sich auch mal ab und zu kleine Pausen zwei drei Minuten wenigstens mal zwischendurch.
00:50:02: was machen sie denn dann am liebsten?
00:50:05: also ich bin am liebst mit Menschen
00:50:08: Geht mir genauso.
00:50:09: Also meine Lieblingstausend in der Schule ist einfach im Lehrerzimmer sitzen, ein Tessin Kaffee trinken und mit den Kolleginnen einfach katschen, lustig sein Spaß haben diskutieren.
00:50:20: was sagt er immer?
00:50:21: Sehr schön ja kann ich mir gut vorstellen nachdem Sie jetzt berichtet haben wie sie ihre Kollegin begleiten durch diesen Prozess Sehr, sehr schön.
00:50:29: Ich danke Ihnen für dieses sehr, sehr reichhaltige und inspirierende Gespräch!
00:50:35: Ich glaube, dass da ganz viele Hörerinnen und Hörersagen werden – wow!
00:50:39: Da nehme ich jetzt einiges an Ideen und an Motivation mit mal zu schauen wie und wo kann ich denn deimplementieren?
00:50:47: Danke!
00:50:49: Sehr gerne!
00:50:51: So kann also Deimplementierung in der Praxis aussehen.
00:50:54: ist das nicht mal ein tolles Beispiel?
00:50:57: Also mir hat das total Mut gemacht, vor allem auch dafür meine Klientinnen zu ermutigen.
00:51:04: Mensch leg doch erst mal alleine los deinen Unterrichtsalltag umzukrempeln und zu schauen wo du für Entlastung sorgen kannst.
00:51:11: Und vielleicht geht's dir ja nach dem höheren der Podcastfolge ganz ähnlich dass du sagst Ja ich lege jetzt einfach mal los!
00:51:19: Dass diese Podcast-Folge für deine Kolleginnen und Kollegen auch interessant sein könnte, weil ihr euch dann ja gemeinsam auf den Weg machen könnt.
00:51:28: Ja Mensch!
00:51:28: Dann empfehle doch den Podcast einfach weiter.
00:51:31: Leite diese Folge über WhatsApp oder per E-Mail weiter.
00:51:35: Sharing is caring Und gemeinsam können wir was verändern in der Schule.
00:51:41: Ich wünsche dir viel Freude beim Ärmel hochkrempeln und loslegen – und denk immer dran Schultern runter, lächeln,
00:51:49: atmen.
00:51:50: Deine Martina!